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                                    32RETAILMAGAZIN: Wie haben sich deiner Meinung nach die Anforderungen und Herausforderungen im Handel in den letzten Jahren ver%u00e4ndert, und welche Trends siehst du aktuell als besonders richtungsweisend?Sebastian: Zun%u00e4chst mal ist Handel ja nicht gleich Handel. Wir sprechen hier von einer sehr diversen Branche, die sich in Bereiche wie Einzelhandel, Gro%u00dfhandel oder auch Einkaufsverbundgruppen aufteilt. Die Herausforderungen sind daher im Einzelnen sicher etwas unterschiedlich. Zudem ist auch kein Handelsunternehmen genau wie ein anderes. Allerdings gibt es Trends, die f%u00fcr alle gelten und mit denen sich die meisten Unternehmen gerade intensiv besch%u00e4ftigen: die Digitalisierung als das Top-Thema, aber zum Beispiel auch das sich ver%u00e4ndernde Einkaufsverhalten, das Verh%u00e4ltnis von Kunden zu Unternehmen oder moderne Omni-Channel-Strategien. MAGAZIN: Du hast das Stichwort Digitalisierung genannt. Welche Entwicklungen beobachtest du, wenn du die Trends und Herausforderungen des Handels aus der Sicht eines im Handel erfahrenen SAP-Beraters betrachtest? Sebastian: Die Unternehmen, mit denen ich zu tun habe, sind h%u00e4ufig sehr gro%u00df und sehr breit aufgestellt. Vor kurzem zum Beispiel hatte ich mit einem Einzelhandelskonzern zu tun, eine Gruppe mit tausenden Filialen in weit %u00fcber 20 L%u00e4ndern in Europa. Die sprechen mit uns, weil sie ihre weit verteilten und verschiedenen Non-SAP- und SAP-Systeme harmonisieren und ihre diversen Add-ons zukunftssicher integrieren wollen, damit auch zuk%u00fcnftig alles rund l%u00e4uft. Das ist f%u00fcr die meisten Unternehmen gerade das ma%u00dfgebliche Thema! MAGAZIN: Verbunden mit dem Wechsel nach SAP S/4HANA und in die Cloud?Sebastian: Das ist oft der Ausl%u00f6ser. Die Systemlandschaften von Handelsunternehmen sind meist extrem heterogen %u2013 zum Beispiel durch Eigenl%u00f6sungen, durch Add-ons f%u00fcr die Bedarfsplanung oder f%u00fcr Analytics und durch Zuk%u00e4ufe in verschiedenen L%u00e4ndern. Das f%u00fchrt dann nicht selten dazu, dass die Unternehmen in einem Land mit SAP und in einem anderen Land mit einem ERP-System des Wettbewerbs arbeiten. Die Unternehmen nutzen zudem oft ma%u00dfgeschneiderte SAP-Systeme. Und haben individuelle L%u00f6sungen f%u00fcr alle m%u00f6glichen Themen im Einsatz. Der Wechsel nach SAP S/4HANA f%u00fchrt dann zum Wunsch, zu harmonisierten Systemen und Prozessen zu kommen und die gesamte IT-Landschaft in die Moderne zu heben %u2013 und zwar am besten direkt in die Cloud! MAGAZIN: Sicher keine leichte Aufgabe, oder? Sebastian: Absolut nicht. Umso wichtiger ist es aus meiner Sicht, dass die Unternehmen mit einem Partner arbeiten, der die spezifischen Herausforderungen des Handels kennt, der aber zugleich den Gesamtkosmos %u00fcberblicken und bewerten kann. Es geht den Unternehmen im Handel darum, dass ihr SAP-Partner Knowledge beim Thema SAP S/4HANA mitbringt und sich zugleich mit komplexen SAP-Umgebungen und Cloud Deployments auskennt. Wir sind bei GAMBIT sicher nicht die Experten f%u00fcr irgendwelche speziellen Kassenl%u00f6sungen oder f%u00fcr Add-ons f%u00fcr E-Commerce. Was wir aber besser als viele andere k%u00f6nnen, ist: Wir f%u00fchren die Kunden durch die komplette Landschaft und bewerten Betriebsmodelle, die Chancen mit dem SAP-Standard oder die Frage, wie sich vorhandene L%u00f6sungen vern%u00fcnftig integrieren lassen.MAGAZIN: Haben die Unternehmen oft noch einen hohen Informationsbedarf zu einzelnen SAP-L%u00f6sungen oder womit seid ihr hier konfrontiert? Sebastian: Manche Unternehmen sind schon sehr gut vorbereitet. Ich hatte neulich einen Kunden, der sich bereits f%u00fcr eine Greenfield-Implementierung entschieden hatte. Die Expert:innen dort wussten schon, dass sie die SAP Best Practices nutzen und standardisieren wollen. Die hatten vieles bereits genau untersucht und haben eine komplette %u00dcbersicht %u00fcber alle eingesetzten L%u00f6sungen vorgelegt: von diversen SAP-L%u00f6sungen wie SAP ECCS oder Commerce Cloud bis zu unz%u00e4hligen Non-SAP-L%u00f6sungen wie RELEX f%u00fcr die Dispositionsplanung, Periscope f%u00fcr das Pricing oder Eigenentwicklungen f%u00fcr den Einkaufsprozess oder Analytics.MAGAZIN: Aber die Entscheidung %u00fcber den richtigen Weg stand noch aus? Sebastian: Ja. Das Unternehmen hat sich daher ein halbes Jahr Zeit genommen, um zu evaluieren, welcher Greenfield-Weg denn nun tats%u00e4chlich der beste Weg ist oder welche Deployment-Option und welches Lizenzmodell in Frage kommt %u2013 SEBASTIANSCHMITZ
                                
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