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16treten Corporate Influencer als Markenbotschafter:innen des Unternehmens auf, bei dem sie arbeiten. Sie teilen Erfahrungen und Einblicke in ihren Arbeitsalltag, wobei der Fokus auf ihrem Job oder der Branche liegt %u2013 nicht auf der Promotion bestimmter Produkte und Services, wie im klassischen Influencer-Marketing. Als Teil des Unternehmens sprechen sie aus erster Hand %u00fcber die Unternehmenswerte und die Unternehmenskultur. Corporate Influencing ist keine terminierte Kampagne und sollte immer einer langfristigen Kommunikationsstrategie folgen. Ein einmaliger und eint%u00e4giger Workshop reicht hier demnach als Schulung f%u00fcr die Mitarbeitenden nicht aus, da Fragen und Unsicherheiten h%u00e4ufig erst im Umgang mit der Plattform auftreten %u2013 sei es beim Verfassen eines Posts, dem Aktualisieren des Profils oder beim Umgang mit kritischen Kommentaren. Genau hier unterst%u00fctzen und begleiten wir Mitarbeitende auf ihrem Weg zu authentischen Markenbotschafter:innen.MAGAZIN: Wie kann man sich so ein CorporateInfluencer-Programm vorstellen?Jule: Wie ein Corporate-Influencer-Programm aufgebaut ist, unterscheidet sich von Unternehmen zu Unternehmen. Je nach Branche und Mitarbeiter gibt es andere Anforderungen und Ma%u00dfnahmen. Eines ist aber klar: Ein Corporate-Influencer-Programm l%u00e4sst sich nicht einfach nebenbei auf die Beine stellen. Der Erfolg des Programms und der Corporate Influencer h%u00e4ngt entscheidend davon ab, wie gut du das Programm vorbereitest %u2013 und wie konsequent du es umsetzt. Wenn dann noch der CEO aktiv ist und der Unternehmensaccount regelm%u00e4%u00dfig auf LinkedIn bespielt wird %u2013 dann wird LinkedIn zu einer echten Geheimwaffe %u2013 denn das sind drei S%u00e4ulen, die eine holistische, organische Kommunikationsstrategie auf LinkedIn st%u00fctzen.MAGAZIN: An welchem Punkt ergibt es Sinn, so ein Programm im eigenen Unternehmen zu starten?Jule: Es gibt viele Gr%u00fcnde und Ausl%u00f6ser. Ich denke, dass LinkedIn vor allem eine tolle Plattform bietet, beispielsweise f%u00fcr potenzielle Bewerber:innen, das Unternehmen noch vor der eigentlichen Bewerbung kennenzulernen %u2013 eben %u00fcber die Accounts von Mitarbeitenden. Es gibt unglaublich viele Erfolgsgeschichten, die es verdienen, in die Welt getragen zu werden und h%u00e4ufig sprechen die Unternehmen selbst nicht dar%u00fcber. LinkedIn schafft ein Sprachrohr f%u00fcr genau diese Botschaften. Was dabei aber immer gilt: Wer %u00fcber seine gute Unternehmenskultur berichten m%u00f6chte, muss auch eine haben. Ein LinkedIn-Auftritt kann die SCHWERPUNKTRealit%u00e4t nicht kaschieren. Es kann nur nach au%u00dfen getragen werden, was auch wirklich da ist %u2013 Kultur, Benefits, und so weiter. Mitarbeitende haben nur dann Interesse daran, Teil eines Corporate-Influencer-Programms zu werden, wenn sie sich mit ihrem Arbeitgeber und dessen Werten identifizieren und ihnen die Arbeit Spa%u00df macht. MAGAZIN: Was fehlt Unternehmen deiner Erfahrung nach, um bei LinkedIn durchzustarten?Jule: Ein gewisses Verst%u00e4ndnis f%u00fcr Content Creation auf LinkedIn. Die Menschen, die wir trainieren, sind keine Marketing-Manager und auch keine Content Creator. Bedeutet, wir bringen ihnen erstmal bei, wie sie ihre %u2013 teils sehr komplexen %u2013 Themen auf LinkedIn am besten verpacken und teilen. Wie sieht ein gutes Visual aus? Wie sch%u00e4rft man einen Text? Was macht eine gute Headline aus? Wenn die LinkedIn-Beitr%u00e4ge Reichweite erzielen und positiv bei der Community ankommen, motiviert das nat%u00fcrlich.MAGAZIN: Wo wir gerade bei Motivation sind: Welche Vorteile bringt ein erfolgreicher LinkedIn-Auftritt nicht nur dem Unternehmen, sondern auch den einzelnen Mitarbeitenden? Jule: Ich kann da zum Beispiel aus meiner eigenen Erfahrung berichten. Ich werde mittlerweile regelm%u00e4%u00dfig auf Events auf meinen Content angesprochen. Menschen, die ich manchmal gar nicht kenne, erkennen mich als Teil ihres Netzwerks %u2013 ich finde das cool! Ich erhalte Einladungen zu Podcasts oder werde f%u00fcr Workshops gebucht, weil Entscheider:innen mich auf LinkedIn gefunden haben. F%u00fcr mich hat mein LinkedIn-Auftritt sehr viel in Gang gesetzt und ich erfahre dadurch nochmal eine ganz andere Form der Wertsch%u00e4tzung. Gleichzeitig werde ich als Botschafterin f%u00fcr The People Branding Company wahrgenommen und st%u00e4rke so unsere Brand. MAGAZIN: Was w%u00fcrdest du jemandem raten, der mit LinkedIn anfangen m%u00f6chte?Jule: Wichtig ist, zu verstehen, wie die Plattform funktioniert. Verbring am Anfang am besten viel Zeit auf LinkedIn und schau dir m%u00f6glichst viele Beitr%u00e4ge an. Nach einer Weile fragst du dich ganz automatisch: Warum hat dieser Beitrag so viele Likes? Warum kommentieren Leute besonders viel unterdiesem Beitrag? Du entwickelst dadurch ein Gesp%u00fcr daf%u00fcr, was guten LinkedIn-Content ausmacht. Dann ist es Zeit, eigene Beitr%u00e4ge zu verfassen. Ganz wichtig: Du darfst keine Scheu haben, %u201eFehler%u201c zu machen oder einen Beitrag zu ver%u00f6ffentlichen, der nicht viral geht. Besonders am An-