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                                    MAGAZIN: Du bist Head of SAP Technologies, SAP Security + Lifecycle Services bei GAMBIT und seit bereits mehr als 15 Jahren im SAP-Business t%u00e4tig. Was begeistert dich aktuell an SAP und den SAP-L%u00f6sungen?Nadine: Aktuell erleben wir einen enormen technologischen und strategischen Wandel. Das finde ich klasse. Fr%u00fcher war ein SAP-ERP-System eine geschlossene Welt. Aber das %u00e4ndert sich seit einigen Jahren. Das System und die ganze Architektur werden offener. Dadurch %u00f6ffnet sich SAP auch f%u00fcr einen anderen Kreis an Developern, die andere Programmiersprachen als nur die SAP-Sprache ABAP k%u00f6nnen. Mit JavaScript zum Beispiel lassen sich heute coole Sachen machen, die vorher nicht m%u00f6glich waren. Auch der Durchbruch von KI ist so ein Thema, wo man merkt: Hier er%u00f6ffnen sich gerade ganz neue M%u00f6glichkeiten mit SAP. Diese Innovationen und Themen sind toll %u2013 und f%u00fcr mich hochspannend! MAGAZIN: Der Wandel wird ja auch sichtbar durch den Wechsel der alten Oberfl%u00e4che zur neuen: von SAP GUI zu SAP Fiori? Nadine: Richtig, das ist schon optisch eine ganz neue Welt. Aber hinter Fiori liegen eben auch die moderneren Techniken und Zugriffstechniken. Das System ist so auch viel performanter. Als Software-Architekt und Developer macht das enorm viel Spa%u00df, wenn man die neuen und modernen Architekturen nach den SAP-Guidelines heute mal zu Ende kartografieren kann und dabei nicht nur auf sein SAP-System schaut, sondern alle Umfeldsysteme in den Blick nimmt %u2013 und das Zusammenspiel dieser Systeme konzipieren und optimieren kann! Die SAP-Welt ver%u00e4ndert sich massiv %u2013 in die Cloud und mit Blick auf KI. Ein Gespr%u00e4ch mit GAMBIT-Beraterin Nadine Burghardt %u00fcber die M%u00f6glichkeiten mit der SAP S/4HANA Public Cloud, RISE with SAP, Lizenzen und das SAP Cloud Application Lifecycle Management. MAGAZIN: Der Megatrend in Richtung Cloud ist eine weitere enorme Ver%u00e4nderung im Bereich SAP. Wie bewertest du die derzeit h%u00f6chste Evolutionsstufe, die Public Cloud? Und wie unterscheidet sie sich von der Private Cloud? Nadine: Eine der zentralen Fragen f%u00fcr mich ist immer: Muss ich die L%u00f6sungen, die ich im Moment mit meinem ERP-System im Unternehmen nutze, zwingend auch unter SAP S/4HANA weiterbetreiben? Wenn die Antwort ja lautet, dann w%u00e4re ich bei der Private Cloud. Da habe ich als Unternehmen wie fr%u00fcher meine eigene Welt. Wenn ich mich aber von der Komplexit%u00e4t und der Vergangenheit l%u00f6sen und vor allem nach vorne schauen will, wenn ich effektivere, schlankere Prozesse aufbauen und nutzen m%u00f6chte, dann kann und sollte die Entscheidung eher f%u00fcr die Public Cloud Edition fallen. Klar ist: Die Public Cloud ist hochstandardisiert und die M%u00f6glichkeiten zur Anpassung sind begrenzt. Ich muss also nehmen, was ich kriege. Wobei sich %u201emuss%u201c nur nach Begrenzung anh%u00f6rt. Der Standard ist ja in erster Linie eine riesige Chance %u2013 und er%u00f6ffnet neue M%u00f6glichkeiten! MAGAZIN: Reicht die SAP Public Cloud denn f%u00fcr die Anforderungen von Unternehmen aus? Oder anders gefragt: K%u00f6nnen die meisten Unternehmen schon heute wechseln?Nadine: Definitiv! Man muss sich seine Anwendungsf%u00e4lle genau anschauen, konsequent vom Standard ausgehen und die Vergangenheit beiseitelassen. Dann ist ein Umstieg in die Public Cloud f%u00fcr die meisten Unternehmen aber meist m%u00f6glich, ja! Wem der Umstieg in den Standard gelingt, der profitiert auf lange Sicht, weil die Systeme wartbarer und schlanker bleiben. MAGAZIN: Habe ich als Unternehmen %u00fcberhaupt M%u00f6glichkeiten, eigene Entwicklungen mitzunehmen oder die SAP S/4HANA Public Cloud anzupassen an die eigenen Anforderungen? n die Cloud bereits hat!\39Nadine: Ja, es gibt auf jeden Fall M%u00f6glichkeiten, wenn auch nicht galaktisch viele. Man muss sich das von Fall zu Fall anschauen, um was f%u00fcr eine Entwicklung es sich handelt und ob die nicht schon durch einen Standard abgel%u00f6st wurde. Denn das w%u00e4re der Best Case: Man nimmt einfach das, was der Standard bietet. Das ist tats%u00e4chlich 
                                
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