Page 44 - Demo
P. 44


                                    44SAP BUSINESS TECHNOLOGY PLATFORM  Das Ganze funktioniert nach dem Prinzip %u201eRetrieval Augmented Generation%u201c (RAG): Die Textdaten werden in kleine Portionen unterteilt und %u00fcber ein KI-Modell in Vektoren umgewandelt. Kommt anschlie%u00dfend ein Prompt von einem Endanwender rein, wird dieser zun%u00e4chst %u00fcber die Vector Engine geroutet. Diese pr%u00fcft, welchen Textst%u00fccken der eingegebene Prompt semantisch am n%u00e4chsten ist. Die Textst%u00fccke werden dann ausgegeben und in den eigentlichen GenAI-Prompt mitgegeben. So erh%u00e4lt der Endanwender eine Antwort, die sich auf interne Dokumente bezieht. Wer das Thema KI gerne selbst in die Hand nehmen m%u00f6chte und die notwendige Infrastruktur ben%u00f6tigt, kommt auch nicht zu kurz. Mit dem SAP AI Core k%u00f6nnen ML-Modelle trainiert und live geschaltet werden. Weiterhin bietet die %u201eExtended Version%u201c mit dem Generative AI Hub eine KI-Spielwiese, um verschiedene Modelle von anderen Hyperscalern und Open-Source-Anbietern auszuprobieren.Dadurch ergibt sich eine Vielzahl von Innovationsm%u00f6glichkeiten, um Prozessabl%u00e4ufe auf das n%u00e4chste Level zu heben. Gerade mit Blick auf Automatisierungen kann hier viel erreicht werden: sei es das Zusammenfassen von Texten, die strukturierte Extraktion von Information aus Texten oder die klassische Textgenerierung. All diese Funktionen k%u00f6nnen in eigene Cloud-Anwendungen integriert werden und somit die Endanwender:innen bei ihren t%u00e4glichen Aufgaben unterst%u00fctzen. Dazu m%u00fcssen die Unternehmensarchitekt:innen Prozesse neu denken und schauen, an welchen Stellen sie neue Technologien einsetzen k%u00f6nnen.Unternehmensprozesse ganzheitlich betrachten und redesignenGerade bei der Integration neuer Technologien unterst%u00fctzt das Cloud Application Programming (CAP) Model. CAP ist ein Modell von der SAP, das auf den Best Practices der Cloud-App-Entwicklungen beruht. H%u00e4ufig wird hier die node.js Service SDK verwendet. Entwickler:innen wird %u00fcber dieses Framework die M%u00f6glichkeit geboten, Cloud-Gesch%u00e4ftsanwendungen schneller zu erstellen und Plattformservices zu integrieren. Das Modell dient also ebenfalls als Integrationsmaschine, um Cloud Services miteinander zu kombinieren und auszusteuern.CAP ist zudem ein zentrales Element der SAP %u201eClean Core%u201c-Strategie. So k%u00f6nnen alte Z-Entwicklungen aus dem Kern in die Cloud gehoben werden. Die Kommunikation mit dem SAP-S/4HANA-System l%u00e4uft dann ausschlie%u00dflich %u00fcber SAP Standard APIs, die auf die SAP-Gesch%u00e4ftsobjekte zugreifen. Der gro%u00dfe Vorteil bei dieser Strategie ist, dass bei den Releasewechseln weniger Aufwand entsteht und Unternehmen so schneller von den neuen Upgrades profitieren k%u00f6nnen. Hierbei ist jedoch immer zu beachten, welcher Nutzen sich daraus ergibt, die Side-by-Side-Variante zu fahren. Dazu sollte bewertet werden, wie hoch die Prozessdurchdringung der Z-App ist %u2013 also, wie stark die Z-Apps in die Prozesse eingebunden sind. Entkoppelt eine Z-App beispielsweise eine gesamte Prozesskette und l%u00e4sst sich nicht %u00fcber den SAP Best Practise abdecken und hat au%u00dferdem eine hohe Bedeutung f%u00fcr den Wertsch%u00f6pfungsprozess, dann eignen sich genau diese Apps f%u00fcr die Side-bySide-Variante.Weiterhin bietet das CAP-Modell Unternehmen die M%u00f6glichkeit, sich nach au%u00dfen zu %u00f6ffnen. Somit k%u00f6nnen Portale f%u00fcr Kunden und Lieferanten sicher zur Verf%u00fcgung gestellt werden. Verschiedenste Authentifizierungsoptionen und Ger%u00e4teoptionen werden unterst%u00fctzt. So kann ein Lieferant zum Beispiel einfach %u00fcber den Cloud Identity Service eine Einladung zur Anmeldung am Portal erhalten. Au%u00dferdem kann das Portal auch als mobile Smartphone-App beispielsweise mit der react-Technologie zur Verf%u00fcgung gestellt werden. Seit neuestem werden Entwickler:innen auch mit dem Co-Piloten Joule beim Entwickeln unterst%u00fctzt. Dieser nimmt l%u00e4stige Copy-Paste-Aufgaben ab und unterst%u00fctzt auch gerade CAP-Anf%u00e4nger:innen beim Coden. Ein interessantes Feature also, um noch etwas mehr Schnelligkeit bei der App-Programmierung zu gewinnen. Joule kann zudem auch als Chatbot-Assistent in die CAP App selbst integriert werden. KI vernetzenIn Zukunft wird es auch m%u00f6glich sein, via LowCode/No-Code (LCNC) externe Daten in Joule zu integrieren. Dies %u00e4hnelt von der Idee und Oberfl%u00e4che ein wenig der SAP Process Automation. Au%u00dferdem soll es bald m%u00f6glich sein, Joule mit anderen Platform-KIs zu verbinden. So k%u00f6nnen sich beispielsweise Joule und Microsoft 365 Copilot Aufgaben gegenseitig weiterleiten. 
                                
   38   39   40   41   42   43   44   45   46   47   48